Aufklärung für alle.
«Ich wurde mit K.o.-Tropfen betäubt, vergewaltigt, wurde schwanger und musste abtreiben». Mit solchen und weiteren schwierigen Fällen wird das Kompetenzzentrums für sexuelle Gesundheit regelmässig kontaktiert. Das Kompetenzzentrum mit Sitz in St.Gallen ist die erste Anlaufstelle in der Schweiz, die sich ausschliesslich mit sexueller Gesundheit von Menschen mit Unterstützungsbedarf sowie deren Fach- und Betreuungspersonen befasst.
Menschen mit Unterstützungsbedarf sind häufiger Opfer von psychischer, physischer und sexueller Gewalt. Dazu kommt: Oft wird den Betroffenen nicht geglaubt und sie stossen auf Barrieren, wenn es um ihre sexuelle Gesundheit und Rechte geht. Grundsätzlich sind kantonale Familienplanungsstellen für diese Themen verantwortlich. Oft fehlen diesen jedoch die Fachpersonen, welche mit Menschen mit Unterstützungsbedarf arbeiten, die Kapazität für regelmässige externe Angebote ist nicht vorhanden oder nicht barrierefrei.
Das Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit schliesst diese Lücke, indem es ein breites Angebot für Menschen mit Unterstützungsbedarf sowie deren Angehörigen und Fachpersonen schafft. Ziel ist es, Menschen mit einer Beeinträchtigung einen gleichberechtigten Zugang zu sexueller Gesundheit und Unterstützung zu bieten, Selbstbestimmung und Lebensqualität zu fördern, sexuelle Rechte zu schützen und Prävention sexualisierter Gewalt zu stärken.
Das Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit ist im Aufbau und braucht weitere finanzielle Mittel, um die Angebote aufzubauen und anbieten zu können.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es hier.
Worum geht es in diesem Projekt?
Die Angebote des Kompetenzzentrums für sexuelle Gesundheit sind breit. Für Menschen mit Unterstützungsbedarf gibt es Einzel- und Paarberatungen, analog oder digital. Oft wünschen auch Angehörige, Fachpersonen und Organisationen wie soziale Unternehmen, pädagogische Sonder- und Hochschulen, Altersheime oder Behörden die professionelle Unterstützung rund um das vertrauliche Thema. Spezielle Veranstaltungen wie zum Beispiel das Körperkafi lädt Singles und Interessierte ein, Gleichgesinnte zu Treffen und neue Bekanntschaften zu knüpfen, wie auch etwas über den Körper und Beziehungen zu lernen.
Was sind die Ziele des Kompetenzzentrums? Wer die Zielgruppe?
Ziel ist es Menschen mit Behinderungen einen gleichberechtigten Zugang zu sexueller Gesundheit und Unterstützung zu bieten, Selbstbestimmung und Lebensqualität zu fördern, sexuelle Rechte zu schützen und Prävention sexualisierter Gewalt zu stärken.
Die Zielgruppen für das Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit sind:
• Menschen mit Behinderungen
• Angehörige und Bezugspersonen
• Fachpersonen im Wohn-, Arbeits- und Schulbereich:
• Institutionen und Schulen
Warum dieses Projekt unterstützen?
Das Kompetenzzentrum ist entscheidend, um selbstbestimmte und verantwortungsvolle Sexualität sowie gesunde Beziehungen zu sich und anderen zu fördern. Es geht nicht nur um Prävention und Schutz vor sexualisierter Gewalt, sondern auch darum, Menschen mit Behinderungen Zugang zu Informationen, Beratung und Unterstützung zu bieten. So können sie ihre sexuellen Rechte ausüben und erfüllte, respektvolle Beziehungen leben.
Was passiert mit meiner Spende?
Die Valida möchte mit eingehenden Spenden die Kosten und Teilnahmegebühren von Beratungen des Kompetenzzentrums decken. Die finanzielle Unterstützung kommt direkt den oft finanziell schwachen Klientinnen und Klienten direkt zu Gute – für sie ist eine Beratung damit ohne oder zu reduzierten Kosten verbunden. Weiter werden Materialkosten für geeignete Lehrmittel, Anschauungs- und Verbrauchsmaterial gedeckt. Für Menschen mit einer kognitiven Beeinträchtigung ist dies von besonderer Wichtigkeit. Die Unterlagen müssen in leichter, einfacher oder Gebärden-Sprache sein oder mittels spezifischen digitalen Programmen vermittelt werden.
Wie kann ich spenden?
Die Bankverbindung (IBAN) unseres Spendenkontos lautet: CH54 0900 0000 9000 4558 7
- Mit 150 Franken übernehmen Sie eine Beratung im Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit.