25.09.2025 – Inklusion
Mit etwas anderen Augen durch die Stadt
Die Stadt St.Gallen möchte inklusiver werden. Verschiedene Projekte zahlen auf dieses Ziel ein. Eines davon ist eine neue Stadtführung, die interessierte Fussgängerinnen und Fussgänger auf die Stolpersteine für Menschen mit Handicaps hinweist und gleichzeitig die 1400 Jahre alte Stadtgeschichte aufnimmt. Denn oft werden in Städten und auch an anderen Orten unwissentlich Barrieren für Menschen mit einer Beeinträchtigung geschaffen.
Diesen Stadt-Stolpersteinen gehen einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Valida bereits schon seit einigen Jahren auf die Spur. Sie sind Teil eines Projekts von Pro Infirmis. In vielen verschiedenen Schweizer Städten werden diverse öffentliche Orte auf ihre Zugänglichkeit geprüft. Getestet werden beispielsweise Bahnhöfe, Restaurants, Fussballstadien und vieles mehr. Online werden diese Daten veröffentlicht, sodass offene Fragen für eine Unternehmung bereits vorab aus erster Hand beantwortet werden.
Dieses Wissen aus der Stadt St.Gallen soll nun in eine Stadtführung integriert werden. In einem Pilotversuch durften Carmen, Stefan, Sybille und Cindy zusammen mit einer Stadtführerin von St.Gallen-Bodensee Tourismus mitwirken und verschiedene interessierte Gäste an der Führung teilnehmen. Die Route führte vom Tourismusbüro zum Kloster, weiter zum Rathaus, schlängelte sich durch die Gassen der Altstadt und fand ihren Abschluss am Bärenplatz. Ein Rundgang voller Eindrücke – historisch lehrreich und zugleich mit Blick auf die Barrierefreiheit der Stadt. Mit viel Fachwissen begleitete das Team die Gruppe von Station zu Station. Sie wiesen nicht nur auf bestehende Hindernisse hin, sondern erklärten anschaulich mit Messungen vor Ort, wo im Alltag Hürden und Stolpersteine auftreten.
Die neue Stadtführung wird schon bald öffentlich zugänglich sein. Sie richtet sich an alle, die mehr über St.Gallen erfahren möchten – und dabei gleichzeitig einen inklusiven Blick hinter die Stadtmauern gewinnen wollen.