02.06.2026 – Inklusion
Das waren die National Summer Games in Zug
Vom 28. bis 31. Mai 2026 fanden in Zug die National Summer Games von Special Olympics Switzerland statt. Fast 1’600 Athletinnen und Athleten traten gemeinsam mit rund 600 Coaches in 16 Sportarten an und verwandelten die Stadt während vier Tagen in eine lebendige Sportstadt. Mitten drin: Unsere Radfahrerinnen und Radfahrer sowie das Basketball-Team der Valida.
Special Olympics ist die weltweit grösste Sportbewegung für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Sie bietet Athletinnen und Athleten jeden Alters die Möglichkeit, in verschiedenen Sportarten zu trainieren und an Wettkämpfen teilzunehmen – auf allen Leistungsstufen und in einem Umfeld, das Inklusion, Respekt und die Freude am Sport in den Mittelpunkt stellt. Die Teilnahme steht allen offen, die regelmässig in ihrer Sportart trainieren; im Vordergrund steht nicht das Siegen, sondern das Mitmachen.
Unvergessliche Höhepunkte auf und abseits der Wettkampfbühne
Nach dem Check-in und einer Pasta Party am Mittwoch wurden die Games am Donnerstagabend mit einer grossen Eröffnungsfeier gestartet. Diese wurde durch Christa Rigozzi und Nik Hartmann moderiert, die Hymne wurde live von Jenny Schörder gesungen und es gab ein Kurzkonzert mit dem offiziellen Song des Künstlers Marc Sway. Unbestritten war das nebst dem Sport der grösste Höhepunkt und sorgte für viele Gänsehautmomente.
Am Donnerstag wurden primär das Divisioning in den verschiedenen Sportarten durchgeführt. Der Einteilungswettkampf vor Ort zeigt die Leistungen der Teilnehmenden. Leistungsgleiche kommen dann in eine Gruppe, um leistungsgleiche Wettkämpfe für alle Athletinnen und Athleten zu gewährleisten. Entsprechend gibt es auch mehrere Medaillensätze in den gleichen Disziplinen.
Freitag und Samstag standen anschliessend ganz im Zeichen der Wettkämpfe und Medaillenzeremonien, begleitet von Musik, Shows und Aktivitäten im Olympic Town. Am Samstag gab es zusätzlich einen Kids & Family Day, und am Sonntag wurden mit den Finals und der Abschlussfeier die Spiele zu einem würdigen Abschluss gebracht.
Viele Medaillen für die Valida
Die Wettkämpfe fanden an zahlreichen Sportstätten im Kanton Zug statt – von Fussball und Schwimmen bis hin zu Boccia und Leichtathletik, in Sporthallen, auf Reitplätzen, Radstrecken und sogar auf dem Zugersee. Unsere Radsportlerinnen und -sportler fuhren durch das Hertiquartier, im Norden der Stadt Zug. Im Radsport gab es Rennen über verschiedene Distanzen, von 500 Metern bis zu 15 Kilometern, und die Valida-Athletinnen und -Athleten waren in mehreren Divisionen am Start. Die Leistungen waren – wir dürfen stolz sagen, wie gewohnt – äusserst beeindruckend: Insgesamt 17 Mal durfte die Valida im Radsport auf das Podest steigen.
Das Basketball-Team wurde in die NLB, Kategorie B, eingeteilt und spielte in der Waldmannhalle in Baar. In einer starken Gruppenphase kämpfte sich das Team bis ins Finale vor – dort musste es sich jedoch den Tigers aus Lugano geschlagen geben. Ein hervorragendes Ergebnis, auf das alle Beteiligten stolz sein können.
Die Valida gratuliert den Teilnehmenden herzlich zu ihren Leistungen und bedankt sich von Herzen bei den Coaches für ihr grosses Engagement. Das Radsport-Team wurde von Dominik Oehler, Andrea Oehler, Claudia Ebneter und Patrik Ebneter begleitet, das Basketball-Team von Christina Granwehr. Die Delegationsleitung lag in den bewährten Händen von Martin Mock.
Mehr als Sport – ein Fest der Inklusion
Auf dem Arenaplatz in Zug erlebten Teilnehmende und Besucherinnen drei Tage voller Begegnungen: Medaillenzeremonien, Konzerte von Chor bis DJ, Tanzaufführungen und vieles mehr. Die National Summer Games sind weit mehr als ein sportlicher Wettkampf – sie sind ein starkes Zeichen für gelebte Inklusion und bringen Menschen aus der ganzen Schweiz zusammen.
Und genau das ist das langfristige Ziel von Special Olympics: Menschen mit Beeinträchtigung sollen Sportarten nicht nur in gesonderten Strukturen ausüben, sondern in regulären Vereinen – gemeinsam mit allen. Wettkämpfe sollen nicht separat stattfinden, sondern gemeinsam ausgetragen werden, mit getrennten Ranglisten, aber auf demselben Platz. Es gibt bereits erste Vorreiter, die diesen Weg gehen. Wie Skisprung-Legende Simon Ammann in einem Interview im Sportpanorama erklärt, zeigt er auf, wohin der Weg führen soll – und dass Inklusion im Sport kein fernes Ziel ist, sondern bereits Realität wird.
Alle Resultate sind einsehbar unter specialolympics.ch. Die Resultate unserer Sportlerinnen und Sportler siehst du hier im Überblick:
Basketball
Einteilung in Kategorie B, Gruppe 1 (von 2), NLB
Final Round Freitag: 1. Platz, 3 Spiele, 6 Punkte
Final Round Samstag: Halbfinale 1. Platz, 3 Spiele, 6 Punkte
Final Round Sonntag: Finale, 2. Platz
Radsport
Cycling 500 M Time Trial (Freitag)
Division 3:
André Schnetzer, 1. Platz
Laura Asten, 6. Platz
Cycling 2 K Time Trial (Freitag)
Division 1
Michael Gebert, 4. Platz
Division 3:
Besnik Bajrami, 1. Platz
Division 4:
Patrick Hardegger, 3. Platz
Damian Solenthaler, 4. Platz
Nicolas Junod, 5. Platz
Division 5:
Marc Fürer, 6. Platz
Marlen Zehnder, 8. Platz
Division 6:
Edith Ledergerber, 3. Platz
Marco Fisch, 4. Platz
Cycling 5K Road Race, Samstag
Division 1:
Michael Gebert, 1. Platz
Division 3:
Besnik Bajrami, 5. Platz
Division 4:
Patrick Hardegger, 4. Platz
Division 6:
Marc Fürer, 2. Platz
Damian Solenthaler, 3. Platz
Edith Ledergerber, 6. Platz
Division 7:
Marco Fisch, 1. Platz
Division 8:
Nicolas Junod, 1. Platz
Marlen Zehnder, 5. Platz
10K Road Race, Samstag
Division 1:
Marco Ebneter, 1. Platz
Simon Oehler, 2. Platz
Daniel Hertle, 4. Platz
Division 2:
Markus Mändli, 5. Platz
Division 4:
Ricardo Seewald, 1. Platz
1’000m Time Trial, Sonntag
Division 2:
André Schnetzer, 7. Platz
Division 3:
Xaver Hollenstein, 3. Platz
Division 4:
Laura Asten, 4. Platz
15’000m Strassenrennen
Division 1:
Marco Ebneter, 1. Platz
Simon Oehler, 2. Platz
Daniel Hertle, 5. Platz
Division 2:
Markus Mändli, 1. Platz
Ricardo Seewald, 3. Platz