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Grundsätze Die drei Arten von Anerkennung,
auf denen das System Valida beruht, sind: die persönliche
Anerkennung (Selbstevaluation), die institutionelle Anerkennung
(Fremdevaluation) und die Validierung der nicht formell erworbenen
Kompetenzen. Dies entspricht den heute international gebräuchlichen
Definitionen.
Die Besonderheit des Systems Valida ist die konkrete Definition der
Prozesse der Anerkennung und Validierung sowie das klare Aufzeigen
der Verbindungen zwischen ihnen.
Eine Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen ist folglich
nicht ohne das Durchlaufen der vorangegangenen Anerkennungen
möglich. Ebenso gibt es keine institutionelle Anerkennung ohne die
persönliche Anerkennung. Allerdings kann letztere auch für sich
allein erarbeitet werden. Denn eine Person kann sehr wohl eine
persönliche Anerkennung anstreben, ohne eine institutionelle oder
die Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen zu wünschen.
Die drei Ebenen des Systems Valida

Die persönliche Anerkennung nicht formell
erworbener Kompetenzen
Die persönliche Anerkennung ist der Prozess, durch den eine Person
ihre nicht formell erworbenen Kompetenzen erfasst und sich deren
bewusst wird. Er erlaubt einer Person, sich ein besseres Bild von
sich selbst zu machen und ermöglicht ihr, sich neu zu orientieren
und sich neue Ziele zu setzen. Dieser Schritt der Selbstevaluation
wird im Rahmen der Erstellung eines Portfolios gemacht und durch
eine Fachperson begleitet.
Die persönliche Anerkennung der nicht formell erworbenen Kompetenzen
ist für alle Personen geeignet, die ein persönliches oder
berufliches Ziel verfolgen. Es ist unabhängig davon, welche
Ausbildung oder Funktion jemand hat oder ob jemand angestellt oder
stellensuchend ist. Ebenso wenig ist es eine Voraussetzung, dass
jemand eine institutionelle Anerkennung oder Validierung nicht
formell erworbener Kompetenzen anstrebt.
Die institutionelle Anerkennung nicht formell erworbener
Kompetenzen
Die institutionelle Anerkennung ist der Prozess, durch den eine
öffentliche Instanz einer Person bestimmte Kompetenzen in bestimmten
Bereichen bestätigt. Dieser konkrete Nachweis kann durch kantonale
Arbeitsämter, Berufsbildungsämter, Berufsberatung, Berufsverbände
usw. erbracht werden. Die institutionelle Anerkennung bestätigt,
dass eine Person bestimmte Kompetenzen in bestimmten Bereichen
wirklich erworben hat. Diese Anerkennungsform beruht auf einer
Selbstevaluation, ergänzt durch eine Fremdevaluation. Diese
bestätigt die Kompetenzen in der Regel mit einem Attest, was die
Stellensuche oder die persönliche Laufbahnplanung erleichtern kann.
Die Modalitäten für die institutionelle Anerkennung der nicht
formell erworbenen Kompetenzen sind in Richtlinien oder in einer
Wegleitung festgehalten.
Die institutionelle Anerkennung der nicht formell erworbenen
Kompetenzen richtet sich speziell an Personen, welche diese zur
Erleichterung der Stellensuche, für die Laubahnplanung oder für den
Zugang zu einer Weiterbildung benötigen. Sie ist insbesondere für
Personen von Nutzen, die keinen Berufsabschluss haben oder in
Berufen arbeiten, die keine Möglichkeit für einen Abschluss
vorsehen.
Die Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen
Die Validierung von nicht formell erworbenen Kompetenzen ist ein
offizieller Akt, der nicht formell erworbene Kompetenzen und die
Anforderungen zur Erlangung eines bestimmten Ausweises verbindet.
Die Validierung will Personen einen Abschluss oder Teilabschlüsse
ausschliesslich aufgrund der Gleichwertigkeit ihrer nicht formell
erworbenen Kompetenzen ermöglichen. Die Validierung nicht formell
erworbener Kompetenzen liegt unter der Kontrolle und in der
Verantwortung der Behörden und Instanzen, welche die jeweiligen
Ausweise ausstellen (Bund, Kantone, Berufsverbände). Sie kann den
Erhalt eines ganzen oder eines Teils eines Diploms bedeuten. Im
System Valida geht der Validierung von nicht formell erworbenen
Kompetenzen immer eine institutionelle Anerkennung voraus.
Die Validierung beruht auf einer gesetzlichen Grundlage und einem
Reglement. Die Validierung wie die institutionelle Anerkennung
setzen eine intensive Vernetzungsarbeit der beteiligten
Organisationen voraus.
Die Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen richtet sich in
erster Linie an erwerbstätige Personen, die über keinen
entsprechenden Ausweis verfügen. Sie ist eine Massnahme, um auch
Personen zu beruflichen Qualifikationen zu verhelfen, die andere
Ausbildungsbiografien haben. Sie ist auch ein Mittel, um solche
Personen zu ermutigen, sich formell weiterzubilden. Oft reicht die
Validierung nur für den Erhalt eines Teildiploms. Ein Teil der
verlangten Kompetenzen muss dann noch auf formellem Weg erworben
werden.
Die drei Schritte des Systems Valida:
Begriffe, Partner, Ziele

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Was? |
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Wer? |
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Wozu? |
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Persönliche Anerkennung
Erfassen und Bewusstwerden der persönlichen Kompetenzen,
Selbstevaluation |
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-Persönliche Entwicklung
-Grundlage für
Berufsberatung
-Weiterbildung
-Stellensuche
-Verbesserung der beruflichen Mobilität |
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Institutionelle
Anerkennung
Fremdevaluation
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Organisationen aus Bildung, Beratung,
der Arbeitswelt, Berufsverbände |
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-Berufliche
Mobilität
-Wiedereingliederung
-Einstieg in eine Aus- oder Weiterbildung |
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Validierung
Amtliche Beglaubigung
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Bund, Kantone,
Berufsverbände
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Erlangen eines amtlichen
-Diploms
-Ausweises
-Zertifikats |
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