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Schweizerische Vereinigung zur Anerkennung und
Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen
Jahresbericht 2002
Der Verein Valida ist am 27. November 2001
gegründet worden mit dem Zweck, ein nationales System der
Anerkennung und Validierung der nicht formell erworbenen Kompetenzen
zu entwickeln und in diesem Bereich Qualitätsförderung zu betreiben.
Im Jahr 2002 sind neue Einzelmitglieder und Kollektivmitglieder dem Verein beigetreten.
Dieser Jahresbericht hat zum Ziel, die Generalversammlung über die
verschiedenen Aktivitäten des Vereins im Jahr 2002 zu informieren.
Büro
Im Jahr 2002 hat sich das Büro fünf Mal
getroffen.
Das Büro von Valida setzt sich aus dem Präsidenten und dem
Vizepräsidenten des Vereins zusammen. Seine Aufgabe ist es, die
Sitzungen des Vorstandes vorzubereiten, die Traktandenliste zu
erarbeiten, die nötigen Unterlagen bereitzustellen, Vorschläge für
die Strategien zu machen sowie die Kontakte zu den Bundesbehörden zu
pflegen.
Das Büro hat im Jahre 2002 hauptsächlich die folgenden Aufgaben
wahrgenommen:
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Vorbereitung der Statutenänderung gemäss Antrag
der Generalversammlung vom 27.11.2001 sowie Konsultation eines
Juristen zur Validierung der Statuten (Januar 2002).
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Vorbereitung der Generalversammlung vom 9.
April 2002.
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Estellen eines Orientierungspapiers über die
drei Hauptpunkte des schweizerischen Systems Valida – basierend auf
der persönlichen Anerkennung, der institutionellen Anerkennung und
der Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen (13. Juni
2002).
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Planen und Realisieren eines
Vereinssekretariats mit Anstellung von Frau Rita Aufranc (September
2002).
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Erarbeitung eines Schlüsselpapiers, das für
jeden der drei Hauptpunkten von Valida Bewertungskriterien und
-indikatoren vorschlägt. Dieses Dokument hat als Arbeitsgrundlage
für die Arbeit der Qualitätskommission (September 2002) gedient.
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Entwicklung eines Projekts für den
Internet-Auftritt, Vorbereitung eines Mandates und
Anforderungskataloges für die mit der Gestaltung beauftragte Firma
(Oktober 2002).
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Teilnahme an der Begleitgruppe für die
Errichtung einer Begleitgruppe für ein modulares Bildungssystem in
der Schweiz (Gruppe zusammengestellt durch das BBT).
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Vorstand
Der Vorstand von Valida setzt sich aus
folgenden Personen zusammen:
Präsident, Grégoire Evéquoz
Vize-Präsident, Ruedi Winkler
Kassier, Rolf Carattini
Mitglieder:
Anita Calonder
Claude Evelyne Wilhelm
Daniel Cordonnier
Hans Furrer
Emil Giezendanner
Hanz Peter Hauser
Im Jahr 2002 hat sich der Vorstand fünf Mal in Bern getroffen.
Im ersten Vereinsjahr hatte Valida zwei Probleme zu lösen. Einerseits
galt es, die verschiedenen Kommissionen (Qualitätskommission,
Strategiekommission, Kommunikations-Kommission) zu bilden, und auf
der anderen Seite gleichzeitig das schweizerische System zur
Anerkennung und Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen zu
entwickeln, wie es die Statuten vorsehen. Es zeigte sich rasch, dass
das Schwergewicht beim zweiten Punkt gelegt wurde. Es war schwierig,
den Kommissionen Aufträge zu geben, bevor der Vorstand sich
eingearbeitet hatte.
Die Aktivitäten des Vereins Valida sind somit eng mit denen des
Vorstandes verbunden. Dieser hat drei Hauptaufgaben wahrgenommen:
Vorbereiten eines Abstimmungssystems für die GV, das den Einzel- und
Kollektivmitgliedern Rechnung trägt; Erarbeiten eines Vorschlages
für das schweizerische System zur Anerkennung und Validierung nicht
formell erworbener Kompetenzen; Erarbeiten eines Vorschlages zur
Gestaltung eines Internet-Auftrittes.
Einzel- und Kollektiv-Mitglieder
Anlässlich der Gründungsversammlung von 2001
hatten die Einzel- und Kollektivmitglieder eine Verteilung der
Stimmen in der Art gewünscht, dass auch die Institutionen,
Vereinigungen und Organisationen zum Beitritt ermutigt würden.
Entsprechend hängt der Mitgliederbeitrag von der Art der
Mitgliedschaft ab.
Ab Januar 2002 hat der Vorstand von Valida sich dieser Frage
gewidmet. Es hat zum Schluss das folgende System entwickelt. Die
Einzel- und Kollektivmitglieder bilden je eine Gruppe mit einer
Stimmeneinheit von 100%. Für das Stimmentotal werden die
Prozentsummen beider Gruppen zusammengezählt. Dieses System gibt den
Kollektivmitgliedern ein grösseres Gewicht, gleichzeitig soll es
sowohl für die Einzel- als auch für die Kollektivmitglieder einen
Anreiz darstellen, sich an den Sitzungen zu beteiligen.
Der Vorstand hat sich ebenfalls mit der Höhe der Mitgliederbeiträge
auseinandergesetzt. Für die Einzelmitglieder schlug er CHF 100.00
vor, für die Kollektivmitglieder sollte der Beitrag auf CHF 1'000.00
festgesetzt werden.
Eine Mehrheit der an der Generalversammlung vom 9. April 2002
Anwesenden hat die Vorschläge des Vorstandes gutgeheissen. In den
nachfolgenden Tagen hat der Vorstand allen Teilnehmern der GV ein
offizielles Beitrittsformular zukommen lassen.
Die Tatsache, dass eine fast ausgeglichene Zahl von Einzel- und
Kollektivmitgliedern beigetreten ist, zeigt, dass von Valida
vertretene System alle Interessen abdeckt.
Vorschlag für ein Schweizerisches System zur
Anerkennung und Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen.
Die zweite Aufgabe des Vorstandes bestand in
der Ausarbeitung eines schweizerischen Systems zur Anerkennung und
Validierung nicht formell erworbener Kompetenzen.
Aufgrund der Vorschläge des Büros hat sich der Vorstand für ein
System entschieden, das drei verschiedene Formen der Anerkennung
zusammenfasst: Die persönliche Anerkennung, die institutionelle
Anerkennung und die Validierung der nicht formell erworbenen
Kompetenzen. Jede dieser Anerkennungsformen kann unabhängig
angewendet werden, aber sie bilden einen zusammenhängenden Prozess.
Dieses System hat den Vorteil, in der Schweiz bereits bestehende
Annäherungen an die Anerkennung und Validierung von nicht formell
erworbenen Kompetenzen mit einzubeziehen.
Auf der Grundlage dieses Modells hat der Vorstand für jeden dieser
Prozessschritte Kriterien, Indikatoren und Standards festgelegt
(siehe Beilage). Die verschiedenen Elemente sowie das Gesamtsystem
werden der Generalversammlung vom April 2003 zur Abstimmung
vorgelegt.
Gestaltung eines Internet-Auftritts.
Heute beinhaltet jede Kommunikationsstrategie
die Erarbeitung eines Internet-Auftritts.
Der Webauftritt wurde basierend auf den sieben Rubriken entworfen :
Vereinsziele, das System Valida selbst, die verschiedenen
Aktivitäten des Vereins, der Vorstand und die Mitglieder,
wissenschaftliche Artikel zum Thema und Links. Das Zuger Unternehmen Netzprinz hat den Auftrag erhalten, die Web-Seite zu
realisieren. Sie soll im Juni 2003 aufgeschaltet werden.
Die Finanzierung der Web-Seite des Vereins Valida wird vom
Wirtschaftssekretariat des Bundes seco übernommen. Wir danken an
dieser Stelle Herrn Olivier Nussbaum für seine Unterstützung unseres
Projektes.
Zusammenfassend
Der Verein Valida hat mit dem Jahr 2002 sein
erstes Vereinsjahr abgeschlossen. Der Grundstein zum schweizerischen
System zur Anerkennung und Validierung nicht formell erworbener
Kompetenzen ist somit gelegt, was dem Verein erlaubt, im Jahr 2003
wichtige Entwicklungsschritte zu tun.
Wir danken allen Mitgliedern des Vorstandes, die mit Ihrem
Engagement und Interesse ermöglicht haben, dass der Verein eine
solide Basis für seine künftige Arbeit gelegt hat.
Genf, Juni 2003
Grégoire EVEQUOZ
Präsident
Ruedi WINKLER
Vize-Präsident
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